Im Zeichen des Wandels

Die Digitalisierung wirkt sich auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte aus. Unter dem Schlagwort Leadership 4.0 lassen sich die neuen Aufgaben des Managements subsummieren.

Beginnen wir mal top down mit den Ansprüchen an die Chefs. Die neue Führungskultur fordert von den Managern, die Hierarchie zu lockern. Doch es ist gar nicht so einfach, Macht abzugeben und die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken. Die Führung muss sich und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Raum für Kreativität und Individualität geben. Instrumente sind hierzu zum Beispiel das Perspektivengespräch und das Innovation-Camp der AOK.

Für agile und schnelle Entscheidungsprozesse ist eine gewisse distanzierte Führung notwendig: Das bedürfnisorientierte und beziehungsförderliche Führungsverhalten hat hier eine große Bedeutung.

Doch welche Veränderungen sind bottom up nötig? In welche Richtung müssen sich die Mitarbeiter verändern? Nun, unsere Arbeitswelt wird Tag für Tag flexibler. Was positiv tönt, kann aber auch negative Auswirkungen haben, denn die Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit verblasst. Dadurch kann die psychische Belastung steigen. Dem entgegen wirkt ein verstärktes Gesundheits- und Wellbeing-Management, das aus einer Selbstführung kommen muss.

Wichtig ist es auch, in einer agilen Welt die Orientierung nicht zu verlieren. Das abteilungsübergreifende Arbeiten in Teams, die gemeinsam an Produkten arbeiten oder Probleme lösen, bedingt ein sich ständiges Anpassen an wandelnde Begebenheiten. So gewinnt das Networking eine neue Bedeutung und ist von grundsätzlicher Wichtigkeit für den Erfolg und die Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit.

Der Schlüssel für jede Veränderung ist die innere Haltung. Veränderung beginnt bei jedem von uns selbst.

Der Flow-Experte

Ralph Wilms ist ein Brückenbauer der besonderen Art: Der studierte Sozialwissenschaftler, der schon früh mit Joga und Meditation in Berührung gekommen war, arbeitete erst als klinischer Psychologe in der Psychiatrie und danach fünf Jahre als Investmentbanker. Business und Spiritualität gehören deshalb seit je her zu seinem Leben und sind für ihn kein Widerspruch.

Ralph Wilms

Ganz im Gegenteil: Als Coach versucht er seit über 25 Jahren, die beiden Welten miteinander in Einklang zu bringen. Der Schlüssel dazu, so Wilms, ist Aufmerksamkeit – oder anders gesagt der «Flow». Wilms beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Achtsamkeitstechniken verschiedener Völker und Religionen: mit chinesisch-taoistischer Philosophie, Kontemplation und Meditation im Sufismus, Zen-Buddhismus, Advaita, Chi Gong und griechischer Mystik. Wilms fühlt sich aber keiner spirituellen Tradition verpflichtet und sieht seine Aufgabe darin, kulturübergreifende Methoden zu vermitteln, die frei sind von Glaubenssystemen.

Wilms ist transpersonaler Coach, Psychologe und Sozialwissenschaftler. Die Finanzwelt lässt ihn aber immer noch nicht los, 1997 hat er eine nachhaltige Finanzgesellschaft gegründet. Er ist Mitglied der Assoziation für Transpersonale Psychologie und arbeitet seit 1989 als Coach und Seminarleiter vorwiegend für Führungskräfte und Unternehmen. Er lebt in der Schweiz.

Was ist Wirtschaft 4.0?

Was ist eigentlich diese Digitale Transformation? Warum ist sie wichtig? Und was kommt alles auf uns zu?

Professor Wilhelm Bauer vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation erklärt in einem fünfminütigen Video die wichtigsten Begriffe der Digitalen Transformation. Und er erklärt anschaulich, wie sich unsere Arbeitswelt verändern wird.

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